Methoden der Entspannung und der Selbstbeeinflussung waren schon den Menschen in der Antike bekannt und wurden von ihnen genutzt. So kennen wir dies aus der indischen Yogalehre oder der japanischen Zen-Meditation.
Aber auch im westlichen Christentum kannte man bereits im Mittelalter Formen der „geistlichen Übungen“, der „meditatio“, des gegenständlichen Betrachtens und der „contemplatio“, der gegenstandsfreien Anschauung.
Sie alle dienen einem Zweck: den Verstand und das Denken zur Ruhe zu bringen, sich auf sich selbst zu konzentrieren und Körper, Seele und Geist zu entspannen.
Die von mir angewandten Entspannungsmethoden des Autogenen Trainings und der Progressiven Muskelentspannung finden sowohl als Einzeltherapie als auch in der Gruppe statt. Termine der Gruppentherapie entnehmen Sie bitte der Rubrik „Termine“.
Autogenes Training
Das von J. H. Schultz aus der Hypnose (siehe dort) entwickelte Autogene Training ist ein auf Autosuggestion basierendes und das wohl bekannteste Entspannungsverfahren im deutschsprachigen Raum.
Der Begriff autogen aus dem griechischen kommend bedeutet so viel wie, „auto“: selbst und „genos“: erzeugen, was die Methode bereits ein Stück weit erklärt.
Durch die alleinige Vorstellung von Ruhe, Schwere und Wärme unter Anleitung erreichen Sie einen Entspannungszustand. Werden diese drei Eigenschaften durch Übung beherrscht, schließen sich weitere an: die Beruhigung des Pulses und der Atmung, der Wärme im Sonnengeflecht und die Kühle der Stirn werden durch erneute Selbst-Suggestion hervorgerufen.
Mit zunehmendem und konstantem Training verstärkt sich die Wirkung der Übungen und Sie können innerhalb kurzer Zeit eine tiefe Entspannung hervorrufen. Häufig wird das Autogene Training mit so genannten „formelhaften Vorsatzbildungen“ verbunden. Sätze wie z.B. „Bei Stress bleibe ich ruhig und gelassen“ oder „Bei der Arbeit bin ich völlig entspannt und konzentriert“ werden im Unbewussten verankert und wirken auch noch nach Abschluss der Übung nach.
Anwendung: siehe Progressive Muskelentspannung
„Es gibt wichtigeres im Leben,
als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“
- Mahatma Gandhi -
Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen:
Bei der progressiven Muskelentspannung, kurz PMR genannt, handelt es sich um eine Entspannungsmethode, bei der durch die willentliche und bewusste An- und anschließende Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Über einen Zeitraum von 8 Abenden lernen Sie einzelne Muskelpartien zunächst anzuspannen, die Spannung kurz zu halten und anschließend zu entspannen. Dabei werden Sie sich auf das Empfinden während und nach der Anspannung konzentrieren und bewusst den Unterschied zwischen An- und Entspannung wahrnehmen. Durch die Entspannung der Körpermuskulatur können sich weitere Zeichen der Entspannung, wie z.B. innere Ruhe und Gelassenheit einstellen. Anzeichen wie Herzklopfen, Zittern oder Schwitzen verringern sich im Laufe der Übungen mehr und mehr. Darüber hinaus werden Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert, und damit Schmerzzustände verringert.
Ziel ist es durch eine immer besser werdende Körperwahrnehmung die Muskelspannung unter das normale Niveau zu senken und zu lernen diesen Entspannungszustand, wann und wo auch immer Sie das möchten herbei zuführen.
Anwendung u.a. bei:Stressbewältigung
Schlafstörungen
Kopfschmerzen
Bluthochdruck
Psychosomatische Störungen