Hypnose-/ Hypnotherapie

Waren Sie schon einmal so in ein Buch oder in eine Sache vertieft, dass Sie all das, was um Sie herum geschah nicht mehr wahr genommen haben ?
Oder waren Sie schon einmal mit dem Auto unterwegs und haben sich am Ende
Ihrer Reise gefragt, wie Sie an Ihr Ziel gekommen sind ?
Wenn Sie die erste oder zweite oder gar beide Fragen mit ja beantworten, dann haben Sie einen ganz natürlichen Zustand, den der (Alltags-)Trance erlebt.

Trance ist ein uns Menschen angeborener Zustand genau wie das Träumen oder wie das Bewusstsein.
Was aber hat Trance mit Hypnose oder Hypnotherapie zu tun ?

Hypnose ist nichts anderes als die Bezeichnung für eine bewusst angewandte Methode zur Einleitung und zur Nutzung einer Trance. Trance in diesem Sinn ist ein Zustand der fokussierten Aufmerksamkeit auf sich selbst, auf unser „Inneres Selbst“. Durch diese bewusst eingeleitete Trance ist der Zugang zu unserem Unbewussten, zu unserer Kreativität, unserem unbewussten Denken und Fühlen wesentlich einfacher, da die Kritikfähigkeit unseres bewussten Verstandes reduziert ist.
Im Zustand der Trance können wir die Ressourcen und die Fähigkeiten unseres Unbewussten nutzen, um Lösungen für Probleme zu finden, die dem bewussten Verstand verborgen bleiben.

Denn wir sind als Mensch in all unseren Lebensbereichen immer dann am erfolgreichsten, wenn unser bewusstes Handeln mit unserem Unbewussten im Einklang steht.

Es gibt einige Kernaspekte innerer Vorgänge während einer Trance.

Hierzu zählen:
  • Zu bestimmten Arealen unseres Gehirns, die z.B. für die Kreativität und die Intuition zuständig sind, haben wir in der Trance einen besseren Zugang. Denn zu jeder optimalen Problemlösung gehören sowohl Kreativität als auch die Intuition.

  • Blockaden können schneller erkannt und somit schneller abgebaut werden.

  • Durch die fokussierte Aufmerksamkeit sind wir nicht so sehr abgelenkt, wie dies im Wachbewusstsein der Fall ist.

  • Der Zugang, auch an lang zurück liegende Erinnerungen wird erleichtert und die damit evtl. als problematisch verbundenen Gefühle können betrachtet und die Situation gelöst werden.

  • Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, das Immunsystem gestärkt.

  • Und nicht zuletzt führt die in der Trance erreichte Entspannung zur Stressreduzierung.






Moderne Hypnotherapie

Die Einleitung der Trance kann durch verschiedene Formen geschehen. Bekannt ist die Augenfixation, bei der durch „Anstarren“ eines Objektes die Augenmuskeln ermüden und die Neigung in Trance zu gehen, verstärkt wird. Eine weitere Möglichkeit den Klienten in die Trance zu führen, ist die Zählmethode: Hierbei zählt der Therapeut langsam von eins bis zehn und verbindet dies mit Anweisungen an den Klienten, wie Schwere und Ruhe und Tiefe.

Der Klient ist während der gesamten Hypnotherapie ansprechbar und schildert dem Therapeuten während der Trance sein inneres Erleben. Es findet so ein Dialog (auch Rapport genannt) zwischen Klient und Therapeut statt. Auf diese Art erhält der Klient Zugang zu seinen eigenen inneren Ressourcen, die ihn bei Problemlösungen unterstützen und stärken können. Er lernt unberücksichtigte Motive (Widerstände), welche ihn bisher an seiner Selbstverwirklichung oder der Lösung seiner Probleme gehindert haben zu entdecken und diese aufzulösen.

Vom Therapeuten angebotene oder eingestreute Suggestionen werden vom Klienten nur insoweit angenommen, soweit sie dessen moralischen, ethischen und persönlichen Wertvorstellungen nicht entgegenstehen. Eine, wie immer wieder fälschlicherweise behauptete Beeinflussung seitens des Therapeuten mit so genannten posthypnotischen Aufträgen, bei denen der Klient bsp. kriminelle Handlungen ausführen soll, gehören in das Reich der Phantasie einiger weniger mit Halbwissen behafteten Unbelehrbaren, die immer noch behaupten, Hypnose sei gefährlich und der Klient dem Therapeuten willenlos ausgeliefert.

Durch die Hypnotherapie lernt der Klient sich selbst besser kennen, sowohl seine positiven als auch seine Schattenseiten und er erhält die Möglichkeit, bestimmte negative, charakterliche Eigenschaften in positive umzupolen. Er lernt auf seine eigenen inneren Signale zu achten, seine Kreativität zu nutzen, seine eigenen Reaktionen besser einzuschätzen und zu verstehen. Dadurch werden Ängste reduziert und das Selbstwertgefühl gestärkt.



Anwendung u.a. bei:
  • Allergien

  • Lernstörungen

  • Ängste und Phobien (Prüfungs- und Examensangst, Flugangst, Zahnarztbesuch)

  • Krankheitsbewältigung

  • Chronsichen Schmerzzuständen

  • Schlafstörungen

  • Konfliktbewältigung

  • psychosomatische und neurovegetative Störungen (Reizmagen, Reizdarm, Kopfschmerzen, Migräne)

  • Stressbewältigung

  • Leistungssteigerung







… und noch eine kleine Geschichte zum Schluss:

Das Märchen von der größten Kraft des Universums

Ein altes Märchen erzählt von den Göttern, die zu entscheiden hatten, wo sie die größte Kraft des Universums verstecken sollten, damit sie der Mensch nicht finden könne, bevor er reif dazu sei, sie verantwortungsvoll zu gebrauchen.

Ein Gott schlug vor, sie auf der Spitze des höchsten Berges zu verstecken, aber sie erkannten, dass der Mensch den höchsten Berg ersteigen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er reif dazu sei. Ein anderer Gott sagte, „lasst uns diese Kraft auf dem Boden des Meeres verstecken.“ Aber wieder erkannten sie, dass der Mensch auch diese Region erforschen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er dazu reif sei.

Schließlich sagte der weiseste Gott: „Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die größte Kraft des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird niemals dort danach suchen, bevor er reif genug ist, den Weg nach innen zu gehen.“

Und so versteckten die Götter die größte Kraft des Universums im Menschen selbst und dort ist sie noch immer und wartet darauf, dass wir sie in Besitz nehmen und weisen Gebrauch davon machen.